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Liederwegen folge ich|Auf der Spur durch Land und Zeit|Und ich frag mich|Kann es eine Richtung geben?

Zwölftel Blick: März

So richtig Frühling ist es noch nicht. In der Nacht hat es noch Minusgrade und am Tag schneit es immer wieder.
Eines ist aber doch anders: Das Licht.
Wenn wie bei dieser Aufnahme die Sonne durchkommt, ist es schon fast grün-silbern. Auf manchen Bäumen sieht man die ersten Triebe. Erich Kästners Gedicht über den März passt dazu einfach perfekt. Es wurde schon 1955 geschrieben und ist eigentlich zeitlos.


Der März

Sonne lag krank im Bett. 
Sitzt nun am Ofen. 
Liest, was gewesen ist. 
Liest Katastrophen.

Springflut und Havarie, 
Sturm und Lawinen, - 
gibt es denn niemals Ruh 
drunten bei ihnen.

Schaut den Kalender an. 
Steht drauf: " Es werde!" 
Greift nach dem Opernglas. 
Blickt auf die Erde.

Schnee vom vergangenen Jahr 
blieb nicht der gleiche. 
Liegt wie ein Bettbezug 
klein auf der Bleiche.

Winter macht Inventur. 
Will sich verändern. 
Schrieb auf ein Angebot 
aus andern Ländern.

Mustert im Fortgehn noch 
Weiden und Erlen. 
Kätzchen blühn silbergrau. 
Schimmern wie Perlen.

In Baum und Krume regt 
sich's allenthalben. 
Radio meldet schon 
Störche und Schwalben.

Schneeglöckchen ahnen nun, 
was sie bedeuten. 
Wenn du die Augen schließt, 

hörst du sie läuten.

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CONVERSATION

2 Kommentare:

  1. Das Licht und die Vögel zwitschern nun auch schon ab und an, das kündet mir den Frühling :)
    Kalt ist es aber leider immer noch und die Erkältung kann sich auch noch nicht verabschieden - scheinbar.

    Lieben Gruß
    Björn :)

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    1. Danke und Gruß zurück Björn :-) Ich wünsch dir auf jeden Fall gute Besserung und uns allen ein paar warme Tage.

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