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Liederwegen folge ich|Auf der Spur durch Land und Zeit|Und ich frag mich|Kann es eine Richtung geben?

Zwölftel Blick: Mai

Endlich Frühling und endlich Mai. Das ist einer der schönsten Monate im Jahr und ich habe mit meinem Zwölftel Blick auf einen solchen Tag gewartet. Es ist ein Tag, um nach vorne zu sehen und sich auf lange Tage und warme helle Nächte zu freuen. 
Neue Wege und neue Ziele entdecken.
Ein Tag, um alte Lieder zu singen und neue zu schreiben. Davon wird schon bald wieder zu lesen sein. Lasst euch überraschen ;-)

Dieses Mal habe ich ein paar Zeilen von Tolkien ausgewählt, die für mich auf diesen Tag wunderbar passen:

Die Straße gleitet fort und fort,
weg von der Tür, wo sie begann,
weit über Land von Ort zu Ort,
ich folge ihr, so gut ich kann.
Ihr lauf ich raschen Fußes nach,
bis sie sich groß und breit verflicht,
mit Weg und Wagnis tausendfach
und wohin dann? Ich weiß es nicht.

Die Straße gleitet fort und fort,
weg von der Tür, wo sie begann,
zur Ferne hin, zu fremdem Ort,
ihr folge denn, wer wandern kann
und einem neuen Ziel sich weih’n.
Zu guter Letzt auf müdem Schuh
kehr ich zur hellen Lampe ein
im warmen Haus zur Abendruh.

Die Straße gleitet fort und fort,
weg von der Tür, wo sie begann,
doch um die Ecke kommt’s mir vor,
da führt noch ein geheimes Tor
zu Pfaden, die wir nie gesehn,
es kommt der Tag, da muss ich gehn
und unbekannte Wege ziehn,

wohl Mond vorbei und Sonnen hin.

Namárië


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