Zwölftel Blick – April

Ganz langsam und in Trippelschritten kommt der Frühling. Am Morgen ist es immer noch schneidend kalt. Aber das Licht verändert sich in Grün und Silber. Die Sonne hat schon Kraft und manchmal trägt der Wind eine Ahnung mit. Warme helle Tage und Abende im Freien. Das wird alles kommen.
Ich habe schon viele Jahreswechsel kommen und gehen sehen. Trotzdem ist der Zauber jedes Mal neu. Das wird glaube ich auch für mich immer so bleiben.
Das neue Projekt braucht noch etwas Anlauf. Die Struktur habe ich schon und werde euch berichten, sobald es Neuigkeiten gibt.
Die Fenstermusik machen wir immer noch und sind uns alle einige, dass sie uns durch diese Zeiten hilft. Musik ist die stärkste Magie, daran glaube ich mehr denn je.
Zum Schluss noch ein Frühlingsgedicht, ein echter Klassiker:
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Zwölftel Blick – März

Der Winter ist noch lange nicht vorbei. Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt lassen keine Frühlingsgefühle aufkommen. Ostern im Schnee? Hatten wir in der Vergangenheit auch schon mal. Aber gerade jetzt könnten wir doch alle ein bisschen Wärme und Licht gebrauchen. Hier sind meine Gedanken zu diesem Monat.
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Fenstermusik – gestern die 150

Macht ihr immer noch eure Fenstermusik? Ja, machen wir. Gestern war ein Jubiläum, die Nummer 150. Wir haben es der Lage entsprechen mit ganz viel Abstand gefeiert und waren trotzdem ganz zusammen. Als ich im letzten Jahr am 22. März zum ersten Mal ans Fenster getreten bin, hätte ich mir so was nie träumen lassen.
Die gemeinsame Musik hat uns allen unglaublich viel gegeben. Wir wechseln uns beim Spielen ab und das gibt der Sache eine tolle Abwechslung. Nur ein Lied zum Schluss singen wir immer: Es ist die Ode an die Freude und die darf in keinem Programm fehlen.
Habt ihr etwa den ganzen Winter hindurch gespielt? Das werde ich öfters gefragt. Ja, haben wir. Weder Regen noch Schnee oder Minusgrade haben uns bisher abhalten können. Es war schon oft genug so, dass ich nach dem dritten Lied meine Finger kaum noch noch gespürt habe. Das ging uns wohl allen so, aber für uns war immer klar, dass uns diese Stimmung und diese Gemeinschaft durch die derzeitige Situation trägt.
Und auch wenn ich mich wiederhole: Wir halten länger durch als das Virus und wir kennen noch ganz viele Lieder…

Zwölftel Blick 2021 – Februar

Ein seltsamer Monat ist das. Der Winter geht seinem Ende entgegen, aber der Frühling ist noch ganz weit weg. Die Zeit scheint nicht zu vergehen und trotzdem ist jeder Tag jetzt ein bisschen länger.
Vielleicht ist das der richtige Zeitpunkt, um über neue Songprojekte nachzudenken. Da gibt es durchaus ein paar Ideen und ich weiß noch nicht, mit welcher ich anfangen soll.
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Zwölftel Blick 2021 – Januar

Ich finde, es ist dieses Jahr mal wieder Zeit für einen Zwölftel Blick. Was das ist? Jeden Monat wird das gleiche Motiv aufgenommen und das Jahr so zu einer Bildercollage zusammengestellt. Zu jedem Monatsbild gibt es dann ein paar Gedanken oder auch noch Bilder oder kurze Gedichte.

So wie das hier von Khalil Gibran:
In jedem Winter
steckt ein zitternder Frühling,
und hinter dem Schleier jeder Nacht
verbirgt sich ein lächelnder Morgen.

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Waldsinger – mit der vierten Strophe ist das Lied vollendet

Ich wollte die letzte Strophe als Gegenstück zu allem haben, was gerade um uns herum passiert. Eine Pandemie, die kein Ende zu nehmen scheint. Kaum acht Stunden Licht am Tag. Eine Wolkendecke legt sich grau und schwer auf die Seele. Aber davon sollte die Strophe nicht handeln. Ich wollte den Weg in eine neue Zeit fortsetzen. Von Morgenbäumen ist die Rede und sie zaubern Hoffnungslicht aufs Land…

Morgenbäume werden singen
Wie man es noch nie gekannt.
Lassen Wünsche Wahrheit werden
Zaubern Hoffnungslicht aufs Land.
Lieder zwischen Tag und Träumen
Langsam geht die Nacht vorbei
Bessre Zeiten werden kommen
Und bald ist es wieder Mai.

Bäume reden, Bäume flüstern,
Frühe Sonne weckt sie bald;
Singen ihre ersten Lieder,
Morgenfrisch erwacht der Wald.
Heute wird es anders werden
Glitzertropfen auf dem Feld
Frühlingschor der jungen Bäume
Neue Hoffnung für die Welt.

Waldsinger – die dritte Strophe

Ich habe mir mit dieser Strophe ziemlich lange Zeit gelassen. Wie alle habe ich die warmen Tage genossen. Die Pandemie war schon fast in den Hintergrund getreten.
Aber jetzt ist alles anders. Es ist der Monat im Jahr, der für mich so was wie einen Trauerflor trägt. Der Wind weht die letzten Blätter von den Bäumen
Kurze Tage und Regen und Nebel tun ein übriges.
Aber genau jetzt ist es doch die richtige Zeit, mit meiner dritten Strophe etwas entgegenzusetzen. Die Melodie für das Lied Waldsinger ist erst am Entstehen.
Ich wollte aber Hoffnung darin haben und den Blick in eine helle Zukunft. Wir sollten glaube ich unseren Kindern imme wieder mal zuhören.
Und uns von ihnen neue und andere Wege zeigen lassen.

Hier kommt jetzt die dritte Strophe, die ganz anders ist als die ersten beiden:

Kiefernstimmen klingen heute
Jung und wild und hell und laut.
Und sie singen Zukunftslieder;
Zeit, dass sich das jemand traut.
Neue Wege, neue Richtung,
Jetzt hat sich der Wind gedreht
Und er bringt den warmen Regen,
wenn er sanft von Süden weht.

Bäume reden, Bäume flüstern,
Frühe Sonne weckt sie bald;
Singen ihre ersten Lieder,
Morgenfrisch erwacht der Wald.
Heute wird es anders werden
Glitzertropfen auf dem Feld
Frühlingschor der jungen Bäume
Neue Hoffnung für die Welt.

Das Bild dazu habe ich nicht selbst gemacht, aber ich fand es ungeheuer passend.
Ganz vielen Dank für das Bild von Thomas B. auf Pixabay

Waldsinger – hier ist die zweite Strophe

Gerade scheint meine Kreativität etwas gehemmt zu sein. Deshalb hat es mit der zweiten Strophe vom neuen Projekt auch gedauert.
Das Thema ist immer noch die zunehmende Trockenheit und wie sich das auf den Wald und den Gesang der Bäume auswirkt.
Ich stelle mir vor, dass Buchen eine volle und dunkle Stimme haben. Sie singen eine Lage tiefer als die Birken und zusammen ergibt es eine wunderbaren Klang.
Zumindest war das früher so, in der Zeit als die Menschen noch schliefen und sich noch keine Dissonanzen in die Große Melodie gemischt haben.

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich diese Stimmung im Lied fortführen und bis zum Ende so lassen soll.
Aber so soll es nicht sein. Die nächsten Strophen sollen anders werden. Wie genau weiß ich noch nicht so recht.
Wir können den Waldsingern zuhören, ihrem Gesang und ihren Geschichten. Sie vielleicht zu einem Teil von uns werden lassen.
Die Gedanken sind da und ich werde es schaffen aus ihnen Poesie werde zu lassen.

Hier ist die zweite Strophe:
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Waldsinger – die erste Strophe – Birke

Wie singt eine Birke? Sie hat eine helle und klare Sopranstimme und singt damit wunderschöne Melodien.
Der Begriff kommt ja aus dem Indogermanischen und bedeutet „Glänzend, schimmernd“. Für mich ist klar, dass eine Birke weiblich sein muss.
Mit ihrem schlanken Stamm und den dünnen Ästen bewegt sie sich auch bei ganz wenig Wind. Als würde sie tanzen.
Ihre Lieder sind aber leiser geworden und man muss schon sehr genau hinhören, um sie noch wahrnehmen zu können.
Unter dem Eindruck der historischen Sommerdürre habe ich die erste Strophe geschrieben und meine Gefühle dazu einfließen lassen.
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