Waldsinger – die erste Strophe – Birke

Wie singt eine Birke? Sie hat eine helle und klare Sopranstimme und singt damit wunderschöne Melodien.
Der Begriff kommt ja aus dem Indogermanischen und bedeutet „Glänzend, schimmernd“. Für mich ist klar, dass eine Birke weiblich sein muss.
Mit ihrem schlanken Stamm und den dünnen Ästen bewegt sie sich auch bei ganz wenig Wind. Als würde sie tanzen.
Ihre Lieder sind aber leiser geworden und man muss schon sehr genau hinhören, um sie noch wahrnehmen zu können.
Unter dem Eindruck der historischen Sommerdürre habe ich die erste Strophe geschrieben und meine Gefühle dazu einfließen lassen.
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Waldsinger – ein neues Projekt

Ich habe wieder ein neues Songprojekt begonnen und hier sind meine Gedanken dazu. Der Titel soll „Waldsinger“ heißen und vom Gesang der Bäume handeln. Ich stelle mir vor, dass jeder Baum eine eigene Stimme hat und anders klingt und von anderen Dingen singt. Das war schon so, weit es Bäume gibt.
Als die Welt jung war, konnte man die Große Melodie in einer perfekten Harmonie hören. Im Lauf der Zeitalter haben sich dann aber immer mehr Dissonanzen in den Chor gemischt. Davon soll das neue Lied handeln.
Heutzutage ist der Gesang der Bäume mühsam geworden. Zu wenig Wasser und zu wenig Regen lässt ihre Stimmen dünn und brüchig werden. Ich kann das sehr gut nachempfinden. Singen mit trockener Kehle klingt auch bei mir angestrengt und krächzend.
Rückt das Verdorren aller Wälder wirklich näher? Ich glaube es nicht. Ich will es nicht glauben.
Das neue Lied soll auch das zum Ausdruck bringen. Es muss Hoffnung geben in einer Zeit, in der vieles auf dem Kopf zu stehen scheint. Gerade dann.
Als kleinen Vorgeschmack gibt es hier mal den Chorus von Waldsinger:
Bäume reden, Bäume flüstern
Frühe Sonne weckt sie bald
Singen ihre ersten Lieder
Morgenfrisch erwacht der Wald.
Vielleicht mache ich noch was dazu, vielleicht auch nicht. Vieles ist im Wandel und auch meine Lieder. Bleibt dran und lasst euch mitnehmen.

Fenstermusik – 99 Tage und das Feuer brennt weiter

Was ist aus der Fenstermusik geworden? Geht die immer noch weiter? Ja, geht sie. Wir haben gestern Abend die 99 gefeiert.
Die Nachbarn haben für uns Musiker wunderbare Geschenke gemacht. Wir haben alle so einen Becher mit persönlicher Widmung bekommen und waren auch alle sehr gerührt darüber.

Natürlich müssen wir immer noch Abstände einhalten und natürlich sind wir noch nicht über den Berg. Aber in dieser Zeit ist eine tolle Nähe bei uns allen entstanden, die nicht mehr weggehen wird.
Das Schlusslied ist in dieser Zeit immer das gleiche geblieben. Inzwischen können wir es alle auswendig.

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligtum!
Deine Zauber binden wieder,
Was die Mode streng geteilt;
Alle Menschen werden Brüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt.

Als ich am 22. März ganz spontan ans Fenster getreten bin, hätte ich nie erwartet, dass es so lange anhalten würde. Wir haben seitdem viele Lieder gesungen und viele Gedanken ausgetauscht. Geburtstage mit Abstand wurden gefeiert und die musikalische Bandbreite war einfach toll. Wir haben Gemeinsamkeiten entdeckt, die wir vorher nicht kannten. Das wird bleiben.

Wem der große Wurf gelungen,
Eines Freundes Freund zu sein,
Wer ein holdes Weib errungen,
Mische seinen Jubel ein!
Ja, wer auch nur eine Seele
Sein nennt auf dem Erdenrund!
Und wer’s nie gekonnt, der stehle
Weinend sich aus diesem Bund.

Hin und wieder sind auch Spaziergänger vorbeigekommen, die von der Musik angelockt wurden. Sie waren immer sehr erstaunt, was hier passiert. Verwandte und Freunde und Arbeitskollegen sind dazugekommen und haben zugehört und mitgesungen.

Freude heißt die starke Feder
In der ewigen Natur.
Freude, Freude treibt die Räder
In der großen Weltenuhr.
Blumen lockt sie aus den Keimen,
Sonnen aus dem Firmament,
Sphären rollt sie in den Räumen,
Die des Sehers Rohr nicht kennt!

Wir haben gestern Abend beschlossen, dass wir auf jeden Fall mit der Fenstermusik weitermachen wollen. Nicht mehr jeden Abend, aber einmal in der Woche. Am Samstagabend um 18:00 Uhr kommen wir wieder zusammen.
Wie lange das noch gehen wird? Bis Corona besiegt ist. Wir kennen noch viele Lieder…

Alles fließt – die vierte Strophe ist fertig geworden

Der Mai, der Mozart des Kalenders geht heute zuende und irgendwie ist das passend für meine vierte Strophe. Schon seltsam, wie das Leben verläuft und wie sich alles entwickelt hat. Ab morgen beginnt für mich der Sommer und und der wird ganz anders sein, als alle bisherigen.
Ich habe etwas Zeit gebraucht, um meine Gedanken zur vierten Strophe in Reime zu fassen, aber es war wohl notwendig.
Schaut selbst und lasst euch auf die Strophe des Bildhauers ein:
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Alles fließt – hier kommt die dritte Strophe

Es geht weiter mit meinem neuen Projekt. Der Poet nimmt uns mit seinen Geschichten mit in fremde Welten und andere Zeiten. Er sieht hinter die Dinge und schaut genauer als andere hin. So kommt es, dass er Kleinigkeiten wahrnimmt, die uns oft entgehen.Eine Strophe noch, dann ist das Lied fertig. Wann ich es jemals vor Publikum spielen werde? Wer kann das wissen?Weiterlesen„Alles fließt – hier kommt die dritte Strophe“

Wie es weitergeht und was ich gerade mache

Eine Sache wird wohl dieses Jahr ein Traum bleiben. Ende Mai war ein Wanderurlaub in Irland gepant und ich glaube nicht daran, dass der stattfinden wird. Deshalb gibt es das Bild aus einer früheren Reise als Titelbild. Wer sich in Irland auskennt, hat natürlich sofort die Cliffs of Moher im County Kerry erkannt. Die Sehnsucht ist da, wieder den Seewind auf der Haut zu spüren und den Blick nach Westen zu richten. Dort soll das Land der ewigen Jugend an manchen Tagen aus dem Meer auftauchen. In meinem Lied Sängergeschichten habe ich das beschrieben:

Ruhelos tanzt auf den Klippen die Gischt, die Luft schmeckt nach Salz und nach Meer.
Alte Legenden wie Möwen im Flug, die treibt der Wind vor sich her.
Verzauberte Ufer, Paläste aus Licht, die kann ich am Horizont sehn.
Insel der ewigen Jugend, es heißt, dass dort Jahre wie Tage vergehn.Weiterlesen„Wie es weitergeht und was ich gerade mache“

Alles fließt – die zweite Strophe ist fertig

Die Gedanken sind jetzt in Verse eingeflossen und die Aussage ist genau so geworden, wie ich es wollte.Der Sänger in meinem Lied kann komplette Gegensätze zu einer vollkommenen Harmonie vereinen. Und genau wie der Maler vermag er dem flüchtigen Augenblick Dauer zu verleihen. Das ist fast so, als ob man Zeit in eine Flasche füllen könnte. Um sie dann mit denen nochmal erleben, die einem am wichtigsten sind.
Das Lied ist zur Hälfte fertig. Hier kommt die zweite Strophe:Weiterlesen„Alles fließt – die zweite Strophe ist fertig“

Alles fließt – Gedanken zur zweiten Strophe

Der Spaziergang am Morgen bietet wieder viel Zeit, sich Gedanken zu machen. So intensiv habe ich Sonnenaufgänge noch nie empfunden. Obwohl es Frühling wird, sind die Felder um diese Zeit immer noch mit Raureif bedeckt. Der Wind kriecht unter meine Jacke und ich gehe schneller, um warm zu werden. An meinem Weiher bleibe ich stehen und sehe zu, wie sich der Sonnenaufgang im Wasser spiegelt.
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Fenstermusik – ich bin in der Presse

Heute gibt es in der Böblinger Kreiszeitung einen tollen Artikel über mich und den will ich euch nicht vorenthalten. Hatte gestern noch ein ausführliches Telefonat mit dem Chefredakteur und bin begeistert. was er daraus gemacht hat. Und ich bin natürlich sehr gespannt, ob heute abend außer den Nachbarn noch andere Zuhörer kommen werden.

Fenstermusik – gestern abend

Ein perfekter Tag, um draußen Musik zu machen. Diesmal habe ich einen Teil meiner Anlage verwendet und hauptsächlich meine eigenen Lieder gespielt. Liederwege und Schmetterlingsträume und Ich wünsche euch
Das letzte Lied war natürlich wieder die Ode an die Freude. Das ist jetzt so eine gemeinsame Hymne und kommt wir fast vor, wie das Schlusslied einer Messe.
Eine Nachbarin hat sich noch The Boxer von Paul Simon gewünscht und dem bin ich natürlich gerne nachgekommen. Die letzte Strophe scheint fast für eine Zeit wie diese gemacht worden zu sein.
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