Alles fließt – Gedanken zur vierten Strophe

Bei den Künstlern fehlt noch einer. Jemand, der unbelebten Dingen Leben einhauchen kann. Was kann das sein? Metall, Stein und Erde, Holz und vielleicht auch Lehm. Oder eine Verbindung aus allem. Leben heißt ja eigentlich Vergänglichkeit und dass nichts so bleibt wie es ist. Die Kunst kann diesen Widerspruch auflösen und beides zugleich sein. Ein Bleibender Augenblick.
Ich finde, dass das Wort „Bildhauer“ solch ein Tun nur unvollständig ausdrücken kann. Ein besseres  habe ich aber noch nicht gefunden.
Mit der vierten Strophe will ich es zumindest mal umschreiben. Im Moment gibt es erste Fragmente, aber sie wollen noch nicht so richtig zusammenpassen. So sehr unterscheidet sich ein Songpoet vielleicht gar nicht von einem Bildhauer…

Alles fließt – die zweite Strophe ist fertig

Die Gedanken sind jetzt in Verse eingeflossen und die Aussage ist genau so geworden, wie ich es wollte.Der Sänger in meinem Lied kann komplette Gegensätze zu einer vollkommenen Harmonie vereinen. Und genau wie der Maler vermag er dem flüchtigen Augenblick Dauer zu verleihen. Das ist fast so, als ob man Zeit in eine Flasche füllen könnte. Um sie dann mit denen nochmal erleben, die einem am wichtigsten sind.
Das Lied ist zur Hälfte fertig. Hier kommt die zweite Strophe:Weiterlesen„Alles fließt – die zweite Strophe ist fertig“

Alles fließt – Gedanken zur zweiten Strophe

Der Spaziergang am Morgen bietet wieder viel Zeit, sich Gedanken zu machen. So intensiv habe ich Sonnenaufgänge noch nie empfunden. Obwohl es Frühling wird, sind die Felder um diese Zeit immer noch mit Raureif bedeckt. Der Wind kriecht unter meine Jacke und ich gehe schneller, um warm zu werden. An meinem Weiher bleibe ich stehen und sehe zu, wie sich der Sonnenaufgang im Wasser spiegelt.
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Fenstermusik – gestern abend

Ein perfekter Tag, um draußen Musik zu machen. Diesmal habe ich einen Teil meiner Anlage verwendet und hauptsächlich meine eigenen Lieder gespielt. Liederwege und Schmetterlingsträume und Ich wünsche euch
Das letzte Lied war natürlich wieder die Ode an die Freude. Das ist jetzt so eine gemeinsame Hymne und kommt wir fast vor, wie das Schlusslied einer Messe.
Eine Nachbarin hat sich noch The Boxer von Paul Simon gewünscht und dem bin ich natürlich gerne nachgekommen. Die letzte Strophe scheint fast für eine Zeit wie diese gemacht worden zu sein.
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Alles fließt – die erste Strophe ist geschafft

Beim Spaziergang am frühen Morgen habe ich die erste Strophe fertig bekommen. Sie ist für mich so was wie ein Licht in der Dunkelheit. Ein Stückchen Weg kann ich sehen, aber nur so weit, wie der Schein der Fackel reicht.
Trotzdem oder gerade deshalb werde ich die erste Strophe mit euch teilen. Obwohl wir alle räumlich getrennt sind, rücken unsere Seelen zusammen. Lasst euch ein bisschen von meiner Poesie tragen.
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Frühlingslicht und viele Gedanken

Wieder ganz früh kurz nach Sonnenaufgang unterwegs. Es hat immer noch vier Grad minus, nur der schneidende Ostwind hat etwas nachgelassen. Tausend Gedanken gehen mir durch den Kopf.

Was war, was ist, und was wird sein?

Ich versuche, mit der ersten Strophe vom neuen Song weiterzukommen. Aber der kreative Fluss will sich nicht so recht einstellen.
Obwohl der Titel ja „Alles fließt“ sein soll.
Die Strophe will ich einem Maler widmen, der seine Bilder aus Träumen und aus Licht macht. Mit seinen Farben kann er dem Augenblick Dauer verleihen und etwas festhalten, was sonst ganz schnell vergessen wäre. Irgendwie will ich das in Verse bringen. Aber so schwer wie jetzt ist es mir noch nie gefallen.

Was war, was ist, und was wird sein?

Gestern habe ich wieder mit der Fenstermusik weitergemacht und es kommen immer mehr. Zumindest für eine halbe Stunde haben wir alle keine Angst mehr und lassen uns von der Musik tragen.
Inzwischen fragt auch die Verwandtschaft, die etwas weiter weg wohnt, nach mir. Kannst du nicht mal vorbeikommen und vor den Häusern spielen? So wie ein fahrender Sänger, ein Spielmann in früheren Zeiten. Vielleicht mache ich das ja wirklich.

Was war, was ist, und was wird sein?

So viele Gedanken, so viele Fragen.

Fenstermusik – es geht weiter

Gestern standen die Nachbarn um 18:00 Uhr schon auf den Balkonen und vor dem Haus. Sie haben auf mich und meine Musik gewartet. Das hat mich tief berührt. Und mir gezeigt, dass ich etwas tun kann. Für mich selbst und für andere. Ich spiele lauter alte Klassiker. Was wollen wir trinken, Heute hier – morgen dort, Flinke Hände – flinke Füße. Alles Lieder aus meiner Pfadfinderzeit. Und die Nachbarn singen mit. Es sind schon mehr als am Sonntag. Und weil eine Nachbarin Geburtstag hat, singen wir natürlich noch Happy Birthday und prosten uns von den Balkonen und über die zwei Meter Abstand hinweg zu.
Das schönste an der Sache ist: Es bringt uns allen was. Den Nachbarn, weil sie die Musik und das gemeinsame Singen berührt. Und ich selbst spiele meine dunklen Gedanken weg. Die Ungewissheit, wie das alles ausgehen wird.
Das Licht leuchtet für uns alle.
Und für heute Abend suche ich schon vorher Lieder aus. Dann muss ich nicht wieder improvisieren wie gestern.

Fenstermusik

Ich hab mich gestern Abend mal getraut…
Zugegeben, es hat etwas Überwindung gekostet und besonders warm war es auch nicht. Aber was anderswo möglich ist, sollte doch auch hier funktionieren. Den Nachbarn hat es sehr gefallen und ich hatte etliche Mitsänger. Das werde ich auf jeden Fall wiederholen. Musik verbindet wie sonst nichts und das zeigt sich auch hier wieder.
Bleibt gesund, ihr alle und passt gut auf euch auf!!