Samhain – die Zeit zwischen den Zeiten

In dieser Nacht öffnen sich laut der keltischen Überlieferung die Tore zur Anderswelt. Die Ahnen haben die Erlaubnis, an den Ort ihres früheren Lebens zurückzukehren. In der Glaubenswelt der Kelten ist nun der Kontakt zu Feen und Geistern bis zum 6. Januar möglich – der Tag, an dem sich die Tore wieder schließen.
Für mich hat das Thema vielschichtige Bedeutungen.
Ich vermisse meinen Vater und auch meinen Schwager, der für mich wie ein Bruder war. Und ich würde zu beiden gerne nochmal Verbindung aufnehmen. Die Vorstellung, dass uns die Toten nie ganz verlassen, hat für mich etwas tröstliches.
Musikalisch habe ich das Thema in meinem Lied Der Geist des Spielmanns aufgegriffen.
An irgendeinem Tag in der Zukunft werde ich mit ihm durch das Tor in die Anderswelt gehen.
Aber noch sind viele Lieder ungeschrieben.
Deshalb schließe ich mit einer Strophe aus dem Lied Seelenspuren:

Und so schreib ich neue Lieder,
Mach aus Steinen Phantasie
Mal aus Wörterreimen Bilder
Mach aus Tränen Poesie.
Sing von Wald und Liederwegen,
Nutz die Zeit so gut ich kann.
Werd zum Geist des Spielmanns werden.
In der Zukunft irgendwann.

Hoffnungsblumen – die vierte Strophe

Vergissmeinnicht blüht schon, wenn die Erde noch kalt ist ist und in winterlichem Grau versinkt. Es steht für wahre und aufrichtige Liebe, Trennung und ewige Erinnerung. Darum geht es auch in meiner letzten Strophe. Wiedersehen hat für mich ganz viele Ebenen.
Wiedersehen mit Menschen, von denen man getrennt ist und die man tief ins Herz geschlossen hat.
Wiedersehen mit solchen, die immer noch Teil von einem sind, obwohl sie auf die andere Seite gegangen sind.
Mit dieser Strophe ist das Lied komplett. Es wird Teil meines vierten Albums sein.

Weiterlesen„Hoffnungsblumen – die vierte Strophe“

Hoffnungsblumen – die dritte Strophe

Roter Mohn ist für mich ein Symbol fürs Leben und für den Sommer. Er wächst auf den Getreidefeldern, wenn diese noch jung und grün sind. Ich kann förmlich die Nachmittagssonne auf meiner Haut spüren und den leichten warmen Wind. Das Summen von Insekten und den Gesang der Lerchen, wenn sie fast senkrecht in den Himmel steigen. Lebenshoffnung. Friedenshoffnung. Eine Sommermelodie mit einem Grashalm geschrieben.

Weiterlesen„Hoffnungsblumen – die dritte Strophe“

Hoffnungsblumen – die zweite Strophe

Und wenn morgen die Welt unterginge, würd ich heut noch ein Apfelbäumchen pflanzen …
So soll es Martin Luther gesagt haben. In meiner zweiten Strophe soll es genau darum gehen.
Die Nachrichten sind voll von Katastrophenmeldungen. Seit Beginn der Pandemie scheinen wir in einer Art Dauerschleife der Krisen zu leben. Das wirkt sich ganz ohne Frage auf meine Kreativität aus. Die zweite Strophe war deshalb auch etwas ins Stocken geraten. Jetzt ist sie fertig. Sie ist nachdenklicher geraten, als ich eigentlich wollte. Trotzdem gehören auch die Apfelblüten bei mir zu den Hoffnungsblumen. Und ein neues Lied ist wie das Pflanzen eines Baums der Hoffnung.
Lest selbst:
Weiterlesen„Hoffnungsblumen – die zweite Strophe“

Der Tag des Konzerts – die Spannung steigt

Es ist wie immer und wird hoffentlich auch nie anders sein. Schmetterlinge im Bauch und Vorfreude gemischt. Wird alles klappen? Wird der Livestream mit der neuen Software funktionieren wie ich es mir vorstelle? Wer wird alles kommen? Wer wird per Livestream dabei sein?
Gut, dass ich mich auf meine Freunde verlassen kann. Sie sind jetzt seit zehn Jahren dabei und unterstützen mich. Das ist einfach ein gutes Gefühl.
Und die ersten Minuten des ersten Songs, wenn das Adrenalin wieder runtergeht und der Flow anfängt – Da spüre ich, dass ich lebe und mit keinem tauschen will.

Hoffnungsblumen – die erste Strophe

Zugegeben, ich war durch das Konzert in Bremen etwa in Anspruch genommen. Es war großartig und ich habe tolle Leute kennengelernt. Die von meinen Freunden befürchteten Verständigungsprobleme sind nicht eingetreten. Und wenn die musikalische Wellenlänge passt, sind Worte manchmal zweitrangig.
Ich könnte noch ganz viel vom letzten Wochenende erzählen. Aber jetzt soll es um das neue Projekt gehen. Ein bisschen habe ich ja schon davon berichtet. Und euch auf die Gedanken dazu eingestimmt.

Über die Blaue Blume ist schon viel geschrieben worden. Sie ist eine Blume und sie ist ein Stück Natur, aber wir können sie lieben und sie liebt vielleicht auch uns, denn schließlich hat die Natur uns ja auch hervorgebracht. Und sie ist für mich eine Hoffnung, dass etwas bleibt. Wenn wir gegangen sind.
Hier ist die erste Strophe für das neue Lied:
Weiterlesen„Hoffnungsblumen – die erste Strophe“

Gartenkonzert in Bremen und wie es dann weitergeht

Das Programm für den nächsten Samstag steht. Ich habe es in zwei Hälften geteilt und versucht, eine schöne Mischung hinzukriegen. Ob mir das dann gelungen ist, müssen die Zuhörer beurteilen. Wenn es Fotos gibt, werde ich sie natürlich teilen. Jedenfalls ist die Vorfreude sowohl bei mir als auch in Bremen groß.
Nur das Wetter muss noch mitspielen. Die Vorhersage sieht nicht schlecht aus. Wetter.de sagt für den 26.08. 25 Grad und Sonne voraus. Perfekte Bedingungen für Open Air. Und so lange es trocken bleibt, sollte alles klappen. Bis Ende des Monats wird es früher dunkel werden. Aber Bremen liegt ja von hier aus ein ganzes Stück weiter im Norden. Da sollte es dann länger hell bleiben.
Ob ich Lampenfieber habe? Natürlich. Ein Konzert in diesem Rahmen und vor Leuten, die ich noch nie gesehene habe, ist komplett neu für mich.

Wie es nach Bremen weitergeht? Für den 08.10. ist noch ein Konzert in Böblingen geplant. Wahrscheinlich wird es ein Solokonzert werden. Aber es werden auf jeden Fall drei Gitarren zum Einsatz kommen. Ich habe ja begonnen, mit offener Stimmung zu spielen. DADGAD ist der Fachbegriff dafür und eine Gitarre wird so gestimmt sein.
Aber vielleicht kommt es doch anders und es steht noch jemand mit mir auf der Bühne? Lasst euch überraschen..

Dies und jenes und ein neues Songprojekt

Es ist eine ganze Menge passiert seit meinem letzten Blogpost. Ein mörderischer Krieg, der die Welt aus den Fugen gehen lässt. Letzte Woche haben wir meinen Schwager begraben, den ich mehr als vierzig Jahre kannte und der für mich wie ein Bruder war.
Die Erkenntnis, dass alles viel zerbrechlicher ist, als ich lange Zeit gedacht habe. Die Frage, wieviel Zeit mir noch bleibt.
Und meine Musik und meine Lieder. Im August werde ich ein Konzert in Bremen spielen. So eine Art Wohnzimmerkonzert und Jurtenabend in einem. Natürlich ist es völlig verrückt, für ein Wochenende nach Bremen zu fahren. Aber jetzt ist die Zeit, um verrückte Dinge zu tun. Ich werde hier noch mehr darüber erzählen. Und ich freue mich sehr darauf.
Es gibt auch Ideen für ein neues Songprojekt. Ich habe es Hoffungsblumen genannt. Die will ich mit diesem Lied pflanzen.
Letztlich ist das Pflanzen immer ein Akt der Hoffnung. Egal ob Himmelsblumen oder Apfelbäumchen. Und auch Kinder sind eine Hoffnung auf eine Zukunft in einer besseren Welt. Ob die wirklich besser wird, kann keiner sagen. Aber wir, die wir jetzt leben, haben eine Aufgabe: Die Welt ein Stück besser zu verlassen, als wir sie vorgefunden haben. Ist das Wunschdenken oder rosafarbene Brille? Ich denke, man muss dem negativen Megatrend etwas entgegensetzen.
Und das will ich tun.

Abschied vom Mai

Der Frühling weicht dem Sommer. Der Sinn der Jahreszeiten übertrifft den Sinn der Jahrhunderte.
So ist die letzte Strophe aus meinem Lied Sängergeschichten.

Wenn es hell wird im Jahr
Weil der Winter jetzt geht
Siegt das Tageslicht über die Nacht
Sind die Lieder von Sehnsucht und Hoffnung erfüllt
Die Geschichten aus Träumen gemacht
Entfacht aus neun Scheiten aus heiligem Holz
Macht das Feuer das Herz mir ganz hell
Ich will es genießen,so lange es brennt
Und warm ist, die Zeit fliegt so schnell

Leb wohl Mai, mein Lieblingsmonat
Mozart des Kalenders
Melancholie und Freude sind Schwestern
Wir sehen uns im nächsten Jahr