Fairy Tales – die vierte Strophe

Den Verlauf und das Ende der Strophe kennt ihr ja schon vom letzten Mal. Ich habe die Geschichte nochmal gelesen, die mich zu diesem Projekt inspiriert hat. Was mich dort vor allem störte war, dass die Frau am Ende für ihre Liebe alles aufgibt, um auch zum Schwan zu werden. Das hat mich immer gestört und ich wollte es in meinem Lied anders machen. Deshalb habe ich es umgedreht. Weiterlesen„Fairy Tales – die vierte Strophe“

Fairy Tales – Gedanken zur vierten Strophe

So langsam wird mir klar, wie der Sommer in meinem Lied enden muss. Es wird nicht so sein, dass die verzauberte Schwanenkönigin in eine wunderschöne Frau verwandelt wird. Das ist mir einfach zu banal.
Der Spielmann muss selbst zum Schwan werden und das zurücklassen, woran er am meisten hängt: Seine Gitarre.
Das letzte Bild der Geschichte sind zwei Schwäne, die an einem frühen Herbstmorgen über den Fluss nach Westen fliegen.
Die Strophe ist fast fertig und ihr werdet sie in der kommenden Woche zu Lesen bekommen.

Fairy Tales – hier kommt die dritte Strophe

Die Geschichte nimmt langsam immer mehr Gestalt an Die dritte Strophe ist fertig geworden. Meine Gedanken sind zu Versen geworden. Jetzt ist mir bewusst, dass der Rahmen für das Lied schon eine Geschichte ist, in der wiederum eine andere Geschichte erzählt wird. Damit ist klar, dass der wundervolle Sommer von Schwanenkönigin und Spielmann in der nächsten Strophe enden muss. Wird dann aus dem Schwan eine schöne Prinzessin? Das ist mir zu einfach. Es muss irgendwie anders laufen. Wie genau muss ich noch herausfinden.
Hier ist jedenfalls die neue Strophe:
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Zwölftel Blick – Juni und Gedanken zur dritten Strophe von Fairy Tales

Zum Zwölftel Blick im Juni gibt es auch gleich ein paar Gedanken zur dritten Strophe für Fairy Tales. Die letzte Strophe hat ja damit aufgehört, dass Schwanenkönigin und Spielmann zusammen singen. Diesen Gedanken will ich nochmal aufgreifen.
Ich habe überlegt, wovon sie singen könnten. Vielleicht davon, wie die Welt einst begann und wo sogar die Zeit noch ein Kind war. Die Zukunft war leuchtend und strahlend und schön und eine ferne Verheißung.
Damals war die Große Melodie noch nicht von Dissonanzen getrübt. Ich stelle mir vor, dass der Gesang von Schwanenkönigin und Spielmann wie ein Echo davon klingt.
Vielleicht ist es das, was gute Musik ausmacht: Eine Erinnerung an den Anfang und die Große Melodie zu sein.
Wie mein eigenes Lied weitergeht und wie es schließlich endet? Ich weiß es immer noch nicht. Ihr werdet es erfahren…

Fairy Tales – die Geschichte geht weiter

Zu Anfang muss ich gleich ein Geständnis machen: Zumindest die erste Geschichte gibt es in dem von mir erwähnten Buch nicht. Die Inspiration ist ein Lied, das ich vor langer Zeit gehört habe und in dem sich ein Mädchen in einen Schwan verliebt. Ich habe daraus meine eigene Geschichte gemacht. Der Schwan als verzauberter Mensch ist ein Motiv, das in der keltischen Mythologie öfters verwendet wird. Die Kinder des Lir aus Irland sind ein gutes Beispiel dafür.
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Zwölftel Blick – Mai

Der Mai ist für mich einer der schönsten Monate des Jahres. Das Frühlingsgrün der Wälder hat jetzt seine intensivste Farbe und es ist auch die Zeit der blühenden Obstbäume. Erich Kästner hat ihn in seinem Gedicht als Mozart des Kalenders bezeichnet und da stimme ich ihm vollständig zu. Der Mai hat für mich aber immer auch eine melancholische Seite. Mit ihm ist der Frühling vorüber und es beginnt der Sommer, die hellste Zeit im Jahr.
So stehe ich an meinem Weiher und fühle Freude und Traurigkeit zugleich. Das ist ja nichts Schlechtes und ich finde, dass diese widersprüchliche Stimmung gut für meine Kreativität ist.

Unterwegs auf der Donau – südlich von Budapest

 

 

 

 

 

Bewaldete Ufer wechseln mit kleinen Orten und am Himmel ziehen nur ein paar Schleierwolken dahin. Der Fluss hat seine eigene Zeit. Sie vergeht nicht und bleibt nicht, sie ist einfach da. Die Donau ist glatt wie ein Spiegel nur ab und zu kräuselt ein leichter Wind das Wasser.
Der Tag beginnt früh, es ist um fünf Uhr schon hell. Es scheint schon Sommer zu sein und ich spüre eine große Ruhe.

Zwölftel Blick – April

An solch einem Tag muss Eduard Mörike sein Gedicht geschrieben haben. Der erste richtige Frühlingstag in diesem Jahr, der seinen Namen auch verdient. Sonne, blauer Himmel, diese Temperaturen und eine endlich erwachte Natur. An einem solchen Tag bekommen die Gedanken Flügel. Ich hatte in letzter Zeit den Kopf nicht wirklich frei und musste mich mit zu vielen anderen Dingen beschäftigen. Glücklicherweise gibt es immer wieder Menschen, die mir den richtigen Weg zeigen. Er liegt eigentlich direkt vor mir, aber ich bin manchmal zu blind, um ihn wirklich zu sehen.
Aber nicht heute.
Im nächsten Konzert will ich ja Lieder aus Irland und Schottland spielen. Und natürlich will ich bis dahin noch ein paar neue schreiben, die zum Motto passen: Sound of the Islands.
Eine Liebeserklärung an Irland habe ich ja schon. Die für Schottland fehlt noch. Ich stelle mir ein Pub irgendwo in den Highlands vor. Die Luft ist voll vom Kaminrauch und Pfeifenqualm und vielen Stimmen. Vor der offenen Tür versinkt gerade die Sonne hinter den Bergen und taucht die Landschaft ein ein mystisches Licht. Das ist der richtige Ort und die richtige Zeit, um alte Geschchten zu hören.
Die von Tam Lin, der von der Feenkönigin entführt wurde, als er während einer Jagd vom Pferd stürzte. Am Tag muss er die Wälder von Carterhaugh bewachen und in der Nacht wieder ins Feenland zurückkehren. Er würde so gerne wieder in die Welt der Menschen zurückkehren. In der Nacht von Halloween, wenn das Feenvolk ausreitet, gelingt es der schönen Janet, ihn endlich zu erlösen.

Märchen, die wie wahre Geschichten oder wahre Geschichten, die wie Märchen klingen. Wer kann das wirklich wissen? Ich werde im nächsten Lied ein paar davon erzählen.

Zwölftel Blick – März

Durch das Konzert am vergangenen Samstag bin ich erst jetzt zum nächsten Zwölftel Blick gekommen. Eigentlich hatte ich gehofft, jetzt ein tolles Frühlingsbild präsentieren zu können. Aber der eisige Ostwind hat Kälte gebracht und Schnee und so schnell wird es wohl nicht wärmer werden. Vielleicht sollte ich den Frühling mit einem neuen Lied herbeisingen? So eines mit Sehnsucht nach warmer Luft, die schon am Morgen über das Gesicht streicht? Wo die Abende im Freien endlos scheinen und die Zeit langsamer zu vergehen scheint?
Ja, vielleicht sollte ich das wirklich machen.