
Wie ich gehofft hatte, ist das Lied vor dem Ende des Sommers fertig geworden. Die letzte Strophe handelt von den Sternschnuppen, die silbern und zart ins Nirgendwo schweben. Ich hatte ja zu Anfang angekündigt, dass ich die Balance zwischen Freue und Melancholie halten muss. Und in der letzten Strophe hat sich beides vermischt. Ob es mir gelungen ist, die Waage im Gleichgewicht zu halten, müsst ihr beurteilen. Ein Stück weit ist es sicher auch Ansichtssache. Aber ich habe es gemacht, so gut ich konnte.
Hier ist die letzte Strophe vom Zaubersommer:
Sternenschnuppen schweben lautlos, silberzart ins Nirgendwo
Fallen sacht ins Abendgrau, wie Tränen ohne Trauer.
Und so wird dann mit dem Licht auch der Zauber schwinden.
Nichts bleibt, wie es einmal war, doch alles ist von Dauer.

Der August ist die Zeit der Sonnenblumen. Sie drehen ihr Gesicht immer dem Licht entgegen und stehen für mich für Freude, Lachen und klaren Himmel.Auf meiner Morgenrunde komme ich an einem ganzen Feld davon vorbei. Sie blühen dort zusammen mit dem letzten Mohn und blauen Kornblumen. Ich stehe oft lange dort und sehe nach Osten. Wenn ich die Augen schließe, kann ich leisen Gesang hören.
Ich war lange nicht mehr am Bodensee. Das letzte Mal war im Winter und die Stimmung war eher melancholisch. Nebel und Raureif und nur trübes Licht.
Das Lied kommt langsam in Fahrt. Ich will es gerne fertig haben, so lange es noch Sommer ist. Für mich endet der mit dem August. Ich muss mich also ranhalten.